Heilpraktiker

Auszug aus dem Heilpraktikergesetz vom 17.02.1939

§ 1
1. Wer die Heilkunde ausüben will, ohne Arzt zu sein, bedarf dazu der Erlaubnis.

Erklärung:
In Deutschland gibt es drei Legitimationen, um die Heilkunde ausüben zu dürfen, d. h. eigenverantwortlich die Diagnose zu stellen, die Therapie festzulegen und ggf. auszuführen:
  • den Beruf des Arztes/Zahnarztes,
  • den Beruf des Psychologischen Psychotherapeuten
  • und den Beruf des Heilpraktikers.
Alle anderen Berufe des Gesundheitswesens, wie z. B. Physiotherapeuten/Krankengymnasten, Ergotherapeuten, Logopäden, Masseure, Hebammen und Podologen, sind sogenannte Medizinische Assistenzberufe. Diese Therapeuten dürfen nur auf Anweisung eines Arztes oder Heilpraktikers die für den jeweiligen Patienten angeordnete Therapie anwenden. Personen, die im Wellnessbereich tätig sind, z. B. Kosmetikerinnen, Fußpflegerinnen oder auch ohne jegliche Fachausbildung, dürfen nur gesunde Menschen zur Gesunderhaltung behandeln.


2. Ausübung der Heilkunde ist jede berufs- oder gewerbsmäßig vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten ...

Erklärung:
Berufsmäßig = Wiederholung, gewerbsmäßig = gegen Bezahlung.


3. Wer die Heilkunde ausüben will, erhält die Erlaubnis nach Maßgabe der Durchführungsbestimmungen. Er führt die Bezeichnung "Heilpraktiker".


§ 3
Die Erlaubnis nach § 1 berechtigt nicht zur Ausübung der Heilkunde im Umherziehen.

Erklärung:
Der Heilpraktiker muss eine Praxis haben.
Hausbesuche müssen vom Patienten bestellt sein und es darf nur der behandelt werden, für den der Besuch bestellt wurde.
Die Behandlungen von Patienten im Rahmen von z. B. Messen oder Vorträgen ist verboten.


§ 6
Die Ausübung der Zahnheilkunde fällt nicht unter die Bestimmungen dieses Gesetzes.

Erklärung:
Krankheiten im Bereich der Zähne, des Mundes und der Kiefer dürfen nicht vom Heilpraktiker behandelt werden.
(Siehe Zahnheilkundegesetz: Wer die Zahnheilkunde ausüben will, bedarf der Bestallung als Zahnarzt oder Arzt...)


Auszug aus der Durchführungsverordnung zum HPG (18.02.1939)

§ 2
1.Die Erlaubnis wird nicht erteilt, wenn

  • der Antragsteller nicht 25 Jahre alt ist,
  • er nicht mindestens eine abgeschlossene Hauptschulbildung nachweisen kann,
  • sich aus Tatsachen ergibt, dass ihm die sittliche Zuverlässigkeit fehlt, insbesondere, wenn schwere strafrechtliche oder sittliche Verfehlungen vorliegen, Erklärung: Polizeiliches Führungszeugnis
  • ihm infolge eines körperlichen Leidens oder wegen Schwäche seiner geistigen oder körperlichen Kräfte oder wegen einer Sucht die für die Berufsausübung erforderliche Eignung fehlt, Erklärung: Ärztliches Attest
  • sich aus einer Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten des Antragstellers durch das Gesundheitsamt ergibt, dass die Ausübung der Heilkunde durch den Betreffenden eine Gefahr für die Volksgesundheit bedeuten würde. Erklärung: Heilpraktiker-Prüfung


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